• LEBENDIGsein •
Es sollte sich wie Urlaub anfühlen. Doch er fehlt mir.
Wo ich auch hin kam, schien die Sonne. Der Atlantik zeigte sich von seiner schönsten Seite, dort, wo die Felsen alles überragen und die Sonne in einem Feuerwerk von Farben unter geht. Wenn man vor dieser Kulisse zu französischem Käse und Baguette greift und seine Liebe zu Wein entdeckt, dann sollte der Moment perfekt sein. Der Moment verwirklichte ein Bild in meinem Kopf, das sich aus anderer Leute Geschichten, Filmen und Bildern der Werbeindustrie zu einer Träumerei zusammengesetzt hatte. Es war wirklich hübsch. Wir lauschten dem Rauschen des Meeres und beobachteten den Lauf der Wellen, als wenn sie uns die Wahrheit über das Leben mitteilen könnten. Ich war seltsam ruhig und gelassen. Lag es am Meer? An den Menschen um mich herum, mit denen ich mich so tief verbunden fühlte? Lag es an dem Gefühl so weit entfernt von allem zu sein? Das Geräusch von Industrie und Motoren dringt nicht vor bis zu diesem Ort.
In den Bergen schien die Sonne herab auf die Hänge, die ich bereits gut kannte. Ein Brett unter den Füßen, glitzernder Schnee, Musik in den Ohren (Subtle!), Sonne und die Bewegung, die in jeder Kurve das Gefühl imitiert, als würde einem zum fliegen verholfen. Ein großartiges Gefühl.
Es sind die Momente, die kurzen Momente des Glücks, die zerstört werden von der Sehnsucht solche Augenblicke mit ihm teilen zu wollen.
Es existierte etwas Magisches zwischen uns. Nun erscheint die Welt entzaubert. Die wunderbarsten Zeilen und Melodien erinnern noch daran. In dieser Welt ist die Chance verthan. Die Illusion gemeinsam dem Rauschen des Meeres zu lauschen und glücklich vereint der schneebedeckten Bergwelt gegenüberzustehen, lässt sich jedoch nicht aus meinem Kopf verdrängen. Was passiert jetzt?
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Name: Alexandra Reinig


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