• LEBENDIGsein

Die Welt um sie herum wird zur flüchtigen Angelegenheit. Da draußen befindet sich etwas im Umbruch – ob wir daran teilhaben, erscheint bedeutungslos. Das Internet liefert die Information in Echtzeit! Doch an diesem Morgen ist sie aufgestanden um auf Demos Seifenblasen zu pusten. Der Duft der Veränderung, das Lächeln einer Masse, die sich zusammengefunden hat um Straßen und Gleise zu blockieren – für das Gute in der Welt. Seifenblasen, Transpis und Trillerpfeifen sind die modernen Waffen ihres Geistes! Sie streiken für den Geist!
Sie rennt entlang der Straße, die Treppen hinauf und hinunter – bloß nichts verpassen. Im nächsten Moment schon könnte die Welt wieder still stehen – für einen Moment und unbemerkt für den Rest der Welt.
Eine flüchtige Erinnerung. Unbemerkt. Sie sitzt mit Einbruch der Dunkelheit – selten und doch – alleine vor dem Laptop. Auf der Suche nach der Information über die Welt, deren Treiben sie gerade verpasst. Liebe? Wahrheit? Seifenblasen?
In der Hoffnung irgendetwas zu erfahren, was von Bedeutung ist und doch so unwichtig, dass die Aufmerksamkeit genauso gut auf etwas/jemanden anderes/anderen gerichtet werden könnte.
Sie klickt sich durch StudiVZ- Seiten. Vielleicht findet sich die Erkenntnis ja in einem „Lieblingszitat“: zum Beispiel „merkt man (oft) nicht, wenn sich eine Tür schließt, dass sich eine andere öffnet.“ Mit einem Klick öffnet sich die Tür, die Einblick gibt in ein „Myspace“-Portal, wo ihr der Kerl von gestern Abend, Zähne putzend und mit einem Lächeln, zeigt: Das bin ich.
Wo ist nur das bindende Element, dass sich nicht verflüchtigen wird, sobald sie es berührt? Die mediale Welt kompensiert, was die Realität längst verrät: alle Antworten können jederzeit revidiert werden! Die Wahrheit, die wir von der Lüge unterscheiden, die Menschen, denen wir begegnen und die Orte, an denen wir leben sind nur Übergangspunkte. Das Leben eine Übergangszeit! Wir können zurückkehren, aber nicht ohne dass wir alles verändert vorfinden!
Es fehlt die Konstante- das Leben experimentell gelebt- ohne Ehepartner, Eigenheim und Festanstellung. Alles bewusst nicht in Aussicht gestellt!
Es existieren unbegrenzte Möglichkeiten. Wir sind mittendrin- unabhängig und individuell. Alles ist austauschbar, alles ist besser möglich- schlechter aber auch.
Man darf wählen! Ihr Weg führte hinein in eine beschauliche Zweisamkeit, aus der sie nicht schlau wurde – bis auf weiteres- , und hinein in eine demonstrierende Masse, die im Wechsel von Hunger und Staat auseinander getrieben wurde. Am Ende stand jeder für sich allein- die bittere Pille der Freiheit.



2 Responses to “Die bittere Pille der Freiheit”  

  1. 1 Kopfgefühl

    Hallo liebe Alexandra,

    hast du mich schon bemerkt? Ich bin mehr oder minder neu hier und wollte mich mal gründlich umsehen, bevor ich einen Teil meines kleinen Universums ins Virtuelle verlagere.
    Ich würd’ mich freuen, wenn du hin und wieder auf meine Seite schaust und ein paar Kommentare dalässt!

  2. 2 sebastiankempkens

    Deine Rechtschreibug ist schrecklich, die Texte sind Gelaber. Verwende ein wenig mehr Zeit auf sie!


Leave a Reply