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• LEBENDIGsein

Endlich wieder verliebt sein. Glücklich. Auf dem Bett liegen und fabelhafte Musik hören. Reden über die kleinen großen Dinge des Lebens: Reisen in fremden Länder, großartigen Landschaften, Stürme, Sterne, Sonnenstrahlen. Alles leuchtet in diesem Moment. Wir verlieren uns im Augenblick. Am Fenster ziehen die dunklen Wolken vorbei. Einschlafen um zum Aufwachen tanzen zu können.


Herbstlicht

09Nov08

• LEBENDIGsein

Die Schranke öffnet sich. Herbstlicht. Ein Sonntag- ein Sonnentag. Endlose Bahnstrecken, Stromnetze, Brücken und Flüsse schlängeln sich durch die bunten Landschaften. Der Horizont liegt eingehüllt im Nebel, durchdringt von den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Wir fahren nach Hause. In Gedanken schon frisch geduscht bei einer heißen Schokolade, leiser Musik, an der warmen Heizung mit dem sehnsuchtsvollen Blick nach Draußen. Wir sind vielleicht angekommen, aber gefunden haben wir uns nicht. Wo stehe ich und überhaupt? Im Hier und Jetzt ein Lächeln. Wer die gleiche Musik liebt, tanzt im gleichen Takt des Lebens. Wir reden wenig. Wir reden über Musik. Er ist der ruhige Typ- kein Typ für Smalltalk. In Gedanken bei einem Lächeln, dass den Boden beben lässt- oder ist das die Musik von „Thom Yorke“? – wunderschön.


• ALLTAGsein

Ich fühle mich angekommen. Das letzte Mal stellte sich mir an diesem Ort die Frage, wie will ich Leben. Die Würfel sind gefallen. Der Industrieturm vor meinem Fenster, der Regen, der graue Himmel- ich warte noch auf den Sonnenaufgang. Er wird kommen.

Ich tanze. Ein Club. Menschen mit dem unstillbaren Durst nach Veränderung, Menschen in Portugal.The Man- T-Shirts. Ich gehöre zu jenen, die gerne träum(t)en. Jetzt ist (meine) Zeit gekommen- die Träume können gelebt werden. Es thronen die bunten Lichter über uns und der DJ spielt die Musik aus einer Zeit, in der ich Filme („Leben und Lieben in L.A“) sah und mich nach nichts mehr sehnte als nach der Freiheit in der bunten Menge tanzen zu können. In Einklang, im Untergang, im Höhenflug. Wo wir auch stehen, wir stehen dicht beieinander. In wenigen Stunden geht die Sonne auf: in meinem Zimmer, meinem Zuhause. Ein wenig Chaos, viel Freiheit und ein Leben nach neuen Regeln- den eigenen!

Ich werde geweckt von der Sonne, die in meinen Augen kitzelt. Im Hintergrund erwacht die Stadt. Ich liebe die Geräuschkulisse einer Großstadt, meiner Stadt, der kleinsten Großstadt. Aus dem Wecker ertönt „Hertz“ – Musik aus dem Radio- mit der man gerne den Tag beginnt. Ich stehe am Anfang- des Tages, der Freiheit, des Lebens.


MazoFao

12Okt08

• MUSIKsein

Poppig. Rockig. Indietronisch. Elektrostatisch. Auf myspace.com/mazofao könnt ihr euch die fabelhaften Songs der MazoFao anhören und ihr DemoAlbum bestellen!


Goodbye

12Okt08

• LEBENDIGsein

Jemand weint leise. Eine Hand nimmt Postkarten von der Wand, zerstört Kunst im Gesamtzusammenhang. Was bleibt übrig? Man will hier nie wieder leben und doch heimkehren können. Der Lebensmittelpunkt wird abgeräumt. Alles wird nie wieder so sein wie zuvor, ob besser bleibt ungewiss! Wenn ich bloß tanzen kann….
Draußen ist es Herbst geworden. In der Dämmerung leuchten die Blätter golden. Eine Übergangszeit. Ich habe ein Kratzen im Hals, vielleicht weil ich zu lange wach blieb- noch wach war, als gestern die Sonne aufging. Es ist eine Zeit des Abschieds. Ich packe Umzugskisten und klebe die Photos des letzten Sommers in ein Album.
Die Party ist vorbei. Es war eine nette Party. Sie war gut besucht von großartigen Menschen, aber doch fehlte etwas oder jemand? Ich blieb wach bis die Sonne aufging. Er kam nicht- ein vergebliches Hoffen.
Wer weiß, ob ich ihn jemals wieder sehe. Ich schrieb ihm, ich will mich noch verabschieden. Es ist 00:00Uhr. Die Zeit ist abgelaufen. Es gab vermutlich nie eine Chance für uns, zu keinem Zeitpunkt. Ach was! Es gab niemals ein „Uns“, es gab ein „ich“ und ein „ihn“. Was oder wer „ich“ für „ihn“ war, bleibt ungewiss.
So reise ich ab in Ungewissheit- vielleicht für immer. Goodbye K. Goodbye altes Zuhause. Goodbye altes Leben.


• LEBENDIGsein Aufbruch. Es erklingen ihre Songs- die Platte hängt nicht. Die Welt ist im Umbruch- die kleine und die große. Die Finanzmärkte spielen verrückt, Krieg im Kaukasus und was passiert da eigentlich in Bolivien, Thailand und dem Rest der Welt? Es passieren große Dinge. Begreifen, Erfassen, Studieren- es beginnt, was schon längst erwartet. Nun wartet die Welt auch auf mich. Vom Land in die Stadt, vom Süden in den Norden, von der Peripherie ins Zentrum. Was bleibt hier, was kommt mit? Das Leben beginnt- das Leben als Reise, in der man zu immer neuen Orten aufbricht. Ich fühle mich schnell zu Hause- wenn erst einmal das Zelt steht und meine Sachen überall verteilt liegen- auf dem Boden, an der Wand, der Decke und in Schränken, Taschen, Kisten. Die Bilderrahmen sind noch ohne Fotos, die Wand noch weiß, die Schränke noch leer. Es dauert nicht mehr lange. Ich liebe dieses Gefühl: Aufbruch. Zu einem neuen Morgen, werden die Schränke wieder ausgeräumt, die Kisten neu bepackt, das Zelt abgebaut. Heute hörte ich mir alte Lieblingssongs an, eine Zusammenstellung, die ich damals brannte für die erste echte Liebe. Diese Songs leben aus der Erinnerung an die schönsten Momente. Das Frischverliebtsein, das Neue, das Abenteuer, das Rebellische, das Gemeinsame. Wir hörten „Hi Freaks“ und träumten vom Paradies auf Erden, Sonne, Palmen, menschenleere Strände und ein kleines Holzhäuschen auf Stelzen, indem man gemeinsam alt wird. Wir rannten durch die Sommernacht und schauten über die Welt. Glück. Die CD hat sich mehrmals aufgehängt- unsere Träume auch. Diese Zeit ist vorbei. Ich brach auf zu neuen Ufern. Suche- die Erkenntnis: die schönsten Plätze zum Zelten bergen zumeist leider viele Steine im Boden. Heute Abend höre ich Songs aus dem Hier und Jetzt. Glück. Ich liebe den Gitarristen dieser Songs. Zweitrangig. Es schwebt ein Gefühl von Aufbruch über diesen Songs- mein Gefühl. „ I’m an insect in a box of glass ready to leave this place“. Scheiße- ich finde ihre Songs tatsächlich großartig- die Songs der Band von guten Freunden. Musik vertont Gefühle und Gefühle vertonen Musik. Wir kommen aus der gleichen Welt, der gleichen Zeit – digitale Medien, rockiger Lifestyle, ruhige, schöne Gegend. Erst wenn man geht, beginnt man zu sehen, was man liebt. Für die großartigsten Freunde der Welt titelte ich: OUR TIMES, OUR SONGS. CDs zu brennen ist meine Art der Liebeserklärung.